Von Feigheit.

Dort ist eine hübsche Reling, die sich hoher Beliebtheit erfreut.
Nur die Mutigsten an Bord steigen auf das wacklige Holz und balancieren zu seinem Ende, hin und wieder springt auch einer.
Dann geht ein lautes Raunen der Bewunderung durch die Seemannsbärte.
Das Schiff selbst ist einfach gehalten. Es gibt schöne, aber auch nicht so schöne Ecken und Kanten.
Ich bevorzuge es drinnen am Fester zu stehen und die mutigen Männer zu beobachten.
Die Kajüte hinter mir ist hübsch anzusehen. Das Teegedeck steht wie gewohnt bereit und die Kissen der hölzernen Stühle sind bereits weich geschlagen.
Ich habe eine Kaffeefahrt gebucht und die Männer draußen, nun ja, ich weiß es nicht. Es kann zumindest nicht zu den selben Konditionen wie meine Buchung sein.
Einmal stand ich vor der Reling. Kein Bart weit und breit schenkte dem Beachtung. Sie hielten mich für ein Landei. Ein Ei aus Federhaltung. In Watte gebrütet.
Ich zögere, denke an den Seegang und verschiebe es dann auf morgen.